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Über die ZGAP-Berlin


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Die ZGAP - Berlin ist eine Regionalgruppe der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) e.V.. Mit unseren Projekten tragen wir dazu bei, den Schutz bedrohter Arten langfristig umzusetzen.

Engagierter Naturschutz seit mehr als 20 Jahren
Die ZGAP e.V. mit Sitz in München wurde 1982 durch engagierte Naturschützerinnen und Naturschützer gegründet, um zum Erhalt wenig bekannter Arten beizutragen. Während zum Beispiel die Gefährdung der Berggorillas oder der Großen Pandas in weiten Kreisen der Bevölkerung bekannt ist, gibt es tausende hoch bedrohte Arten, die selbst Fachleuten kaum geläufig sind - so zum Beispiel den Prinz - Alfred - Hirsch.

Als die ZGAP 1984 mit einer Kampagne für diese nur auf den Philippineninseln der West Visayas vorkommende Hirschart begann, stand er auf keiner einzigen Roten Liste, obwohl nur noch wenige hundert Tiere in freier Wildbahn lebten und diese Tierart damit kurz vor der Ausrottung stand. In Zusammenarbeit mit der philippinischen Regierung, dem Zoo Mulhouse und der philippinischen Silliman Universität konnte ein Erhaltungszuchtprojekt initiiert werden, das den langfristigen Weiterbestand des Prinz - Alfred - Hirsches in menschlicher Obhut gesichert hat und es sogar möglich macht, dass die Tiere in Zukunft wieder ausgewildert werden können.

In der Folge wurden Schutzprojekte in vielen Ländern initiiert, die mit Sicherheit eine Reihe von Arten zumindest mittelfristig gerettet haben:

Beispiel Asien: Erstzucht von bedrohten Affen geglückt
Auf den Philippinen wurden Schutzprojekte für Arten wie das Visaya - Mähnenschwein, den Rotsteißkakadu, den Korallenschnabelhornvogel, den Philippinen - Uhu, Borkenkletterer, Flughunde, Segelechsen begonnen - oftmals mit beachtlichem Erfolg. So bekamen wir gerade (Januar 2006) die Nachricht von der Welterstnachzucht des Philippinen - Uhus!

In Vietnam spürte die ZGAP auf der Suche nach seltenen Affenarten den hoch bedrohten Pandalanguren auf und in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde sogar eine bis dahin unbekannte Affenart, der Graue Kleideraffe, durch Mitglieder der ZGAP entdeckt - eine der letzten Neuentdeckungen einer bis dahin unbekannten Säugetier-Primatenart.

Da die Affen in Vietnam extrem stark bedroht sind, wurde unter Mithilfe der ZGAP im Cuc Phuong Nationalpark im Norden Vietnams eine spezielle Zucht- und Auffangstation für bedrohte Affen gegründet, das Endangered Primate Rescue Center (EPRC).

Auch hier gab es in den letzten Jahren eine Reihe von sensationellen Welterstzuchten (u.a. Grauer Kleideraffe, CatBa - Langur).

Beispiel Afrika: Schutzprojekte für Hasen, Wölfe und Vögel
Aber nicht nur in Asien war die ZGAP in den letzten zwei Jahrzehnten tätig: In Afrika wurden Schutzprojekte für den Buschmannhasen, den Äthiopischen Wolf und den Wacholder-Frankolin initiiert.

Beispiel Lateinamerika: Arbeit für Sittiche und Papageien
In Lateinamerika werden zusammen mit der Strunden - Papageien - Stiftung und dem Fonds für bedrohte Papageien (zwei innerhalb der ZGAP arbeitende Institutionen nur zum Papageienschutz) Schutzprojekte für Rotschwanzamazone, Gelbohrsittich und Papageien der Karibischen Inseln durchgeführt. Die ZGAP engagiert sich dort auch für den Reptilien und Amphibienschutz, für den 2003 ein eigener, in Berlin ansässiger Arbeitskreis innerhalb des Vereins gegründet wurde.

Beispiel Estland: Unterstützung der Zucht von Europäischen Nerzen
In Europa unterstützt die ZGAP die Organisation Euronerz bei dem Versuch, den Europäischen Nerz, eine der am stärksten bedrohten Tierarten Europas, zu schützen und gleichzeitig durch kontrollierte Nachzuchten in Menschenhand eine wiederauswilderungsfähige Population zu schaffen. Dem Nerzschutzprojekt in Estland hilft sie seit Jahren bei der Zucht Europäischer Nerze im Zoo Tallinn sowie deren Auswilderung auf einer der geschützten Inseln vor der Küste Estlands.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der Aktivitäten der ZGAP e.V.. Wenn Sie einen vollständigen Überblick über die Aktivitäten erhalten wollen, besuchen Sie die Webseite des Vereins. Hier erfahren Sie alles über Mitgliedschaft, Spendenmöglichkeiten und das Vereinsjournal.

Die ZGAP- Berlin: regionale Gruppe mit großer Wirkung
Die Regionalgruppe Berlin der ZGAP fand sich im Jahre 2001 zusammen. Von den inzwischen rund 50 Mitgliedern treffen sich einmal im Monat meist etwa 15 - 20 am Artenschutz Interessierte aus den verschiedensten Berufen und Lebenszusammenhängen, um sich über aktuelle Projekte, neue Naturschutzprobleme, notwendige Kampagnen für vergessene Arten oder zu allgemeinen Fragen des Artenschutzes und der Natur auszutauschen. Die Mitgliedschaft in der ZGAP ist dabei nicht Voraussetzung - jeder und jede ist willkommen, der/die Interesse an den Fragen des Artenschutzes hat.

Mindestens einmal im Jahr ruft die Regionalgruppe Berlin der ZGAP ein Projekt ins Leben, das nach ihrer Ansicht dem Schutz einer oder mehrerer wenig beachteter, hoch bedrohten Tierart(en) dienen soll. Bisher haben wir folgende Projekte unterstützt:
  • 2001 das Endangered Primate Rescue Center und den Mekong - Riesenwels,
  • 2002 ein Projekt zum Schutz des CatBa - oder Goldkopflanguren
  • 2003 eine Suchexpedition nach den karibischen Hutias (einer den Nutrias verwandten Nagetierfamilie) sowie ein Schutzprojekt für die Kuba - Erdtaube
  • 2004 ein Projekt zum Schutz des Gundlach - Sperbers auf Kuba und
  • 2005 mit unserer alljährlichen Sammlung zu Weihnachten ein Projekt zum Schutz des mexikanischen Vulkankaninchens.

Bemerkenswerte Erfolge mit kleinen Schritten
Die ZGAP Regionalgruppe Berlin verfügt als Untergruppe einer kleinen Organisation über begrenzte persönliche und finanzielle Ressourcen. Wir können zum Beispiel keine großräumigen Schutzmaßnahmen für ganze Ökosysteme organisieren und finanzieren. Wir sehen unsere Aufgabe jedoch darin, Projekte zu initiieren und anzuschieben und gezielt Partner aus den verschiedensten Bereichen zu finden, die unsere Projekte mittel- und langfristig finanziell absichern können.

Wir versuchen - manchmal durchaus mit bemerkenswertem Erfolg - die von uns ausgewählten Arten, die aktuell am Rande der Ausrottung stehen, zumindest so lange zu retten, bis für sie eine echte Überlebensperspektive gegeben ist.
Das ist nicht immer erfolgreich - wie das Beispiel des Mekong-Riesenwelses zeigt: seine Überlebenschancen sind unseres Erachtens weiterhin äußerst gering.

Bei der Mehrzahl unserer Projekte jedoch hat unsere Intervention dazu geführt, dass die Bestände sich zumindest stabilisiert haben oder aber eine real umsetzbare Schutzstrategie erarbeitet und praktisch umgesetzt werden konnte.

Bitte zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren wenn Sie bei uns mitarbeiten möchten, wenn Sie seriöse Ideen für Projekte haben oder mehr über unser ehrenamtliches Engagement wissen wollen.

Cat-Ba- oder Goldkopflangur - Seit 2002 Unterstützung des Cat-Ba-Schutzprojektes durch die ZGAP Berlin. Foto: Tilo Nadler
Cat-Ba- oder Goldkopflangur - Seit 2002 Unterstützung des Cat-Ba-Schutzprojektes durch die ZGAP Berlin. Foto: Tilo Nadler

Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e. V.
ZGAP e. V. Regionalgruppe Berlin | Motzstrasse 54 | 10777 Berlin (Germany)
Phone: +49- (0)30- 832 295 69 | Fax: +49- (0)30- 832 295 71 |
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